Es gehhhht los! Die Zeit des Essens nach Sonnenstand: Ramadan

Gestern Abend fiel für alle gläubigen Muslime der Startschuss für eine 30 tägige Zeit des bewussten Verzichts: der Ramadan hat begonnen! Ramadan ist der Name des 9. Monat des islamischen Kalenders. In ihm sollte laut Koran die Muslime auf Essen, Trinken, Rauchen und Sexualität verzichten. Dieser Verzicht soll den Alltag durchbrechen und wenigstens für 30 Tage zu mehr Spiritualität verhelfen. Im Monat Ramadan soll Muhammad der Koran offenbart worden sein, in dem die Muslime direkt zum Fasten aufgefordert werden: „O ihr, die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren – vielleicht seid ihr ja gottesfürchtig –, an abgezählten Tagen.“.

Dieses Jahr begann Ramadan für die meisten Muslime, für die Sunniten, in Deutschland gestern am 6.6. bei Sonnenaufgang, „maßgeblich ist hierfür die Sichtung der neuen Mondsichel, wenn der islamische Vormonat Scha’ban zuende geht.“ und endete mit dem sogenannten Fastenbrechen, dem Iftar, bei Sonnenuntergang; es heißt, „..wenn ein weißer von einem schwarzen Faden nicht mehr zu unterscheiden sei.“ In diesem Zeitraum darf weder gegessen noch getrunken werden. Ausgenommen sind Kinder und Alte. Auch Kranke, Schwangere, Menstruierende und Reisende, die wenn es ihnen möglich ist, die versäumten Fastentage nachholen sollten. Meist werden die Tage einfach hinter den  obligatorischen Fastenmonat dran gehängt.

Da ich bis vor einiger Zeit noch Islamwissenschaften studiert habe und ein Großteil meiner Kommilitonen als Muslime im Ramadan gefastet haben, hat der Rest von uns versucht sich sensibel zu zeigen und seine Falafel nicht unbedingt vor ihren Nasen zu verzehren, was zu längeren „Fastenperioden“ von uns Nicht-Muslimen während des Tages führte. Ihre Disziplin hat mir echt imponiert.

Dieses Jahr fern der Heimat und der alten Freunde ist mir nun der Gedanke gekommen im Selbstversuch zu testen, wie es sich anfühlt und was es mit mir macht über einen so langen Zeitraum tagsüber auf Nahrung zu verzichten. Spüre ich nur Hunger und Durst, oder setzt es auch bei mir Energien frei, die sinnvoll zu nutzen sind und um die es dabei auch im Islam geht.

Bei mir startete die Fastenperiode des Tages gestern um 5.08 Uhr und Iftar war um 21.08 Uhr, jepp, das waren, gerade am ersten Tag und ohne die Solidarität einer mitfastenden Gemeinschaft, 16 sehr lange Stunden.

Traditionell wird zum Iftar eine Dattel und ein Glas Milch gereicht, um sich dann auf ein oft üppiges, in vielen Stunden zubereitetes Mahl zu stürzen und oft bis kurz vor Mitternacht in der Familie oder mit Freunden zusammen zu essen.

Einige der traditionellen Gerichte werde ich in den nächsten Wochen hier vorstellen. Gestern gab’s, ermattet wie ich war nur Tabouleh, Hummus & Pitabrot .

Es soll besser werden, muntern mich meine fastenden Freunde im Norden auf, was bedeuten würde , ich könnte noch noch über Salat und Dips hinauskommen.

 

recipe for 2

  • 100 g Bulgur (Weizengries), in warmen Wasser einweichen
  • 1/2 Gurke, halbiert und Kerne entfernt
  • Tomaten, klein geschnitten
  • 1 Handvoll Petersilienblätter, gehackt
  • 1 Handvoll frische Minzblätter, gehackt
  • 2-3 El Olivenöl
  • Salz & fr. schw. Pfeffer

 

how to do

  • Bulgur durch ein Sieb gießen & unter warmen Wasser waschen & gut abtropfen lassen
  • Tomaten, Gurke & Olivenöl dazugeben
  • Bulgur untermischen
  • gehackte Kräuter dazugeben
  • etwas durchziehen lassen
  • mit Salz & fr. schw. Pfeffer abschmecken

 

smell, taste & go for the show…

 

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