Regionales Superfood: Von Spaghettibohnen, Löwenzahnblütenknospen und anderen Exoten…

Zurück aus dem Italienurlaub gehts weiter mit der Gartengestaltung, was dieses Wochenende das Aufstellen meiner beiden Hochbeete bedeutete. Nach Monaten der Abwägung: Holz?, kein Plastik!, Gabionen?, Metall? sind es futuristisch wirkende, kurvige Metallinstallationen geworden, nicht ganz preiswert, aber stylish mit exzellenten Kritiken und gefühlten 1000 Nieten, die es zu versenken galt.

Nachdem das zu dritt bewerkstelligt war, also die silbernen Skulpturen, 2 an der Zahl, ein etwa 2 m langes, 80 cm hohes und etwa 1 m breites Ovales und ein durch ein Zwischenstück auf knapp 3 m verlängertes schlangenförmiges Model meinen zukünftigen Gemüsegarten darstellen, ging’s endlich ans Bepflanzen.

Kräuter & Gemüse, klar! Aber ich wollte nicht unbedingt das, was ich genau so gut im Supermarkt kaufen konnte. Als Neugärtnerin & leidenschaftliche Köchin hatte ich mir in den Kopf gesetzt, das ich keine der drei üblichen Tomatensorten in meinen Beeten wollte. Nur welche gibt es überhaupt? Wo finde ich die? Und was kocht ich dann am besten damit?

Da kam mir das Kochbuch Zu Gast bei Arche Noah von Gertrud Hartl & Arche Noah mit wunderschönen Photos von Luzia Ellert wie gerufen.

Arche Noah ist ein Verein mit nahezu 14.000 Mitgliedern, deren Ziel ist der Erhalt und die Rettung der Kulturpflanzenvielfalt. Die Mitglieder bewahren seit über 25 Jahren alte Obstsorten, indem sie sie erforschen & vermehren, Saatgut für Hobbygärtner & Bauern anbieten,  im Onlineshop oder im Schaugarten  in Schiltern. Des Weiteren bieten sie Seminare, Bücher & Publikationen für Interessierte.

Das Kochbuch bietet 100 alltagstaugliche Lieblingsrezepte von Mitgliedern, von der Vorspeise bis zum Dessert. Eine spannende Mischung von Bekanntem und kreativen, neuen Rezepten aus regionalen Zutaten: saisonales Gemüse, saftiges Obst, verschiedene Getreidesorten und würzige Kräuter.  Mit Sortenempfehlungen, also nicht einfach irgendeine Kartoffel für die Erdäpfeltorte, sondern einen Erdapfel namens „Goldsegen“.

Und ich gestehe, ich vorurteilsbeladenes Wesen hätte nicht erwartet, dass ein solches Kochbuch nicht nur informativ, sondern auch noch schön ist. Einführende Worte klären über fast vergessene  Obst-und Gemüsesorten und ihre Verwendung in der Küche auf, die Rezepte sind auf 10 Kapitel von Blattgemüse, über Zwiebeln, ja, da scheint es mehr als rote und weiße zu geben, bis Obst verteilt und im Anhang befindet sich u.a. noch Hinweise über  die richtige Lagerung.

Darüber hinaus ist es aber auch detailverliebt gestaltet, die Typogaraphie, ein gezeichnetes Portrait des Rezeptgebers in einem kleinen Medaillon, dazu ein Zitat mit der persönlichen Beziehung zum Verein und dann diese wunderschön photographierten Ergebnisse der Rezepte, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt.

Diese Mischung aus Authentizität, Information, Kreativität und Schönheit macht es für mich zu einem unbedingten „must-have“ für Food verrückte Hobbygärtner mit Sinn für Ästhetik und ökologischem Gewissen.

 

Zu Gast bei Arche Noah, ISBN 978-3-7066-2591-3, Löwenzahn Verlag

 

 

 

Ich bedanke mich beim Löwenzahn Verlag für das Rezensionsexemplar.

 

 

Infos zum Verein Arche Noah hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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