Brombeermarmelade: Mmmmmh Mundraub

Ich habe einen Klischee Biologen Nachbarn mit einem Klischee Naturgarten 🙂 Unsere Grundstücksgrenze ist von ihm mit einem Zaun weit vor meiner Zeit als Landfrau gesetzt worden, ebenso seine Grenzbepflanzung, die von irgendeinem gesetzlichen bestimmten Abstand völlig ignoriert. Egal, ob zu welcher seiner Grundstücksgrenzseiten, er lässt es wuchern, was mich manches Mal schon hat fluchen lassen, wenn mein Kopf beim Gießen meiner Pflanzen mal wieder mit diversen verholzten Ästen kollidiert ist. Sein anarchisches Konzept hat aber den Vorteil, dass ich zu diversen, überhängenden Beeren für umsonst komme, da die Ausbeutung, sprich Ernte, ihm wohl als zu kapitalistisch erscheint 😉 Meine moralischen Bedenken reife Früchte der kulinarischen Verwertung zuzuführen halten sich in sehr engen Grenzen und deshalb pflücke ich jeden Abend fleißig ab, was ich erreichen kann und scheue, auf den diebischen Geschmack gebracht, auch vor kamasutrischen Verrenkungen nicht zurück. So kam ich also zu 1200 g Brombeeren.

Daraus wollte ich einen vollmundigen Croissantaufstrich entstehen lassen. Für mich bedeutet das auf keinen Fall zu süß, also fielen all die „Brombeeren plus Vanilleschote“- Rezepte auf diversen Koch-Communities im Internet schon einmal raus. Dort fand ich aber den interessanten Hinweis die zu Hause nur rumstehenden alkoholischen Verlegenheitsgeschenke umzunutzen. Also all die untrinkbaren Brände, Liköre in der Hausbar doch noch genießbar zu machen. Dumm nur, dass ich bei den gehäuften Umzügen der letzten Jahre mit grober Hand meinen Bestand ausgedünnt hatte, so dass ich nur ein staubiges Werbegeschenk, eine labellose Flasche William-Christ-Birne Brand fand. Also Brombeeren, Birnenschnaps und… ? Da gab’s doch noch die Tonkabohnen, gekauft für das ultimative Tonkabohneneis, dessen Umsetzung immer noch auf sich warten lässt. Und da ich nicht ohne scharf kann.. Chilies!

 

recipe for 1200 g Beeren

  • 1200 g Brombeeren
  • 600 g Gelierzucker 1:2
  • 1 Tonkabohne, gerieben
  • 3 rote Chilies (abhängig von der Anzahl der Gläser)
  • 120 ml William-Christ-Birnen Brand

 

 

how to do

  • nur unbeschädigte Brombeeren von Stielen und anderem Grünzeug befreien, in ein großes Sieb legen und (möglichst kurz) kalt abspülen
  • gut abtropfen lassen & in eine Schüssel geben (da mich die kl. Kerne nicht stören, sonst jetzt passieren)
  • mit dem Gelierzucker bestreuen & etwa 2 Std. ziehen lassen
  • die Chilischoten mit einer Gabel mehrmals rundum einstechen
  • die Marmeladengläser & Deckel, aber auch die Hilfsmittel, wie z.B. den Trichter & die Saucenkehle sterilisieren, also in sehr heißem Wasser ausspülen & die Gläser verkehrt herum auf einem sauberen Tuch abstellen
  • die Beeren mit dem Zucker & dem Brand in einen ausreichend großen Topf geben &  umrühren
  • die Chilis hinzugeben
  • mit einer Muskatreibe die Tonkabohne über die Mischung reiben & umrühren
  • unter ständigem Rühren zu  Kochen bringen
  • das ganze 1x sprudelnd aufkochen lassen & weiter rühren
  • weiter etwa 4 Min köcheln lassen
  • nun zur sogen. Gelierprobe etwas von der Marmelade mit einem sauberen Löffel auf eine Untertasse geben, um zu schauen, ob die Masse zu gelieren beginnt, wenn nicht weiter köcheln lassen, wenn doch, in die die Marmelade & jeweils 1 Chilischote in die Gläser füllen
  • ich benutze dazu einen Saucenkehle und Metalltrichter
  • den Glasrand eventuell säubern & die Gläser fest verschließen & auf dem Kopf stehend auskühlen lassen
  • in gut sterilisierten Gläsern & kühl & dunkel gelagert halten verschlossene Gläser etwa 3 Jahre, angebrochene Gläser im Kühlschrank lagern

 

smell, taste & go for the show…

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