Französische Zwiebelsuppe mit einem kanadischen Tuning

Ich weiß gar nicht mehr genau wie es dazu kam, dass ich vor ein paar Wochen auf Youtube zufällig die kanadische Naturgewalt, den Koch, Matty Matheson entdeckt habe. Keine Ahnung wie dieser Kerl bislang unter meinem Radar fliegen konnte. Matheson, gelernter Koch, Gründer (2010) des hippen Parts & Labour, ein Gourmet Restaurant mit DJ & Livemusik in Toronto, Munchies Star & Gastgeber der fernsehpreisgekrönt kanad. Viceland Show Dead set on life , Gourmet & Gourmant liebt Essen & lässt jeden lautstark an dieser Liebe teilhaben. Eine jüngere, politisch unverwirrte, streetstyle Variante von Gérard Derpardieu, oder so 😉

Auf jeden Fall habe ich ihn in dem Video seine Version eines französischen Bistroklassikers, die überbackene, französische Zwiebelsuppe pimpen gesehen & wie er so dastand, mit den Tatzen eines Braunbären seine zig Zwiebelsorte tätschelte, schnippelte & rührte, danach die Hausbar einer Kleinstadt im Topf versenkte, ein kleines Feuerwerk abfackelte & nach fast 4!!! Stunden Herumgewerkel, die Suppe mit einem Kanten Brot belegte, der dann wiederum unter der Tages Käsemenge Neapels auf den Suppentellerboden gedrückt wurde, um am ende unter wohligem Grunzen den ersten Löffel dieses Soul- & Hüft-foods in seinem Mund zu versenken, war mir klar, dass will ich auch!

Nun musste ich aus Mangel an Zutaten Mathesons Rezept etwas abwandeln,  ich habe so kurzfristig nicht alle im Originalrezept aus seinem Kochbuch A cookbook https://www.abramsandchronicle.co.uk/?s=Matty+Matheson  verwendeten Zwiebelsorten auf dem Markt bekommen & meine Hausbar ist nicht so gut bestückt wie ich annahm, deshalb gab es bei mir Cognac statt Sherry, aber herauskam trotzdem eine überbackene Zwiebelsuppe, die in Mannschaftsstärke gekocht, nach einem Nachmittag im Wald, um Weihnachtsbäume zu schlagen, oder irgendwas ähnlich Archaisches, bei dem es um Blasenpflaster, Schweiß & Tränen geht, genau das ist, was Seele & Bauch wärmt 🙂 

recipe for 4

  • 255 g Butter
  • 120 ml Rapsöl
  • 5 gelbe Zwiebeln, geschält & in 6 mm dünne Scheiben geschnitten
  • 5 rote Zwiebeln, geschält & in 6 mm dünne Scheiben geschnitten
  • 5 Vidalia Zwiebeln (süße Sorte, aus den Südstaaten), geschält & in 6 mm dünne Scheiben geschnitten (habe ich nicht bekommen)
  • Salz & frischer, schwarzer Pfeffer
  • 15 Schalotten, geschält
  • 480 ml Madeira
  • 240 ml Portwein
  • 240 ml Sherry (es gibt keine Angabe, ob süßer oder trockener & ich habe ihn durch Cognac ersetzt)
  • 10 Cipollini (kl. italien.) Zwiebeln, geschält & in Scheiben geschnitten 
  • 20 rote Perlzwiebeln, geschält & in Scheiben geschnitten
  • 3, 8 l Rinderbrühe
  • 2 Bund Thymian (habe ich durch getr. griech. ersetzt)
  • 2 Loorbeerblätter
  • 1 Laib Sauerteigbrot, in Scheiben geschnitten
  • 910 g Emmenthaler (habe ich durch Cheddar ersetzt), gerieben



how to do

  • in einem großen Topf das Öl & die Butter erhitzen
  • die Vidalia, die gelben & roten Zwiebeln dazu geben & kräftig salzen & für etwa 15 Min. unter regelmäßigen (alle 5 Min.) rühren anschwitzen
  • wenn die Zwiebeln durchsichtig sind, de Temperatur reduzieren, alle 5 Min. rühren bis sie zu karamellisieren beginnen, dann die Schalotten hinzugeben
  • nun auf der niedrigsten Temperatur so lange wie möglich kochen etwa 2 Stunden, ohne dass sie anbrennen, da viel Zucker austritt & sie klebrig werden, bei Bedarf etwas Wasser hinzugeben, das Rühren nicht vergessen
  • nun vorsichtig!!! den Alkohol dazugeben ((Abstand zum Topf halten!, der Alkohol könnte sich entzünden), wenn er sich nicht selbst entzündet, dann lt. Rezept mit einem langen Streichholz den Alkohol flambieren (auch hier: Vorsicht!)
  • nun kommen die Cipollini & roten Perlzwiebeln dazu
  • wenn der Alkohol auf die Hälfte reduziert ist, die Brühe, den Thymian & die Lorbeerblätter dazugeben & eine weitere Stunde kochen, dann erneut mit Salz & Pfeffer abschmecken
  • den Ofen vorheizen, aus den Brotscheiben je nach Personenzahl der Esser Kreise etwa vom gleichen Durchmesser der Serviertelleröffnung ausstechen
  • in einer mittelgroßen Pfanne 2 El auf dem Herd erhitzen, die Brotscheiben auf jeder  Seite goldbraun braten, mit Salz & Pfeffer würzen & auf einem mit Küchenrollenpapier ausgelegtem Teller beiseitestellen
  • die Lorbeerblätter aus der Suppe fischen, die Suppe in ofenfeste Formen füllen, die auf eiin mit Backpapier ausgelegtes Blech sttellen,  die Oberfläche der Suppe sehr großzügig mit einem Berg Käse bedecken, auf der mittleren Schiene den Käse zum Schmelzen bringen, er soll goldbraun sein & Blasen werfen, aber keinesfalls anbrennen

smell, taste & go for the show…

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